Einsendeinformationen

Zytologische, histologische, molekularpathologische, zytogenetische, sowie Durchflusszytometrie (FACS)-Untersuchungen erfordern jeweils unterschiedliches Probenmaterial. Wir sagen Ihnen, welches.

Um unnötige Nachforschungen und Telefonate zu vermeiden, achten Sie bitte auch auf vollständig und leserlich ausgefüllte Begleitscheine.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Zentrale unter
Tel. +49 (0) 40 707085 – 200

Details

Durchflusszytometrie (FACS)-Untersuchungen

  • ca. 5 ml peripheres Blut und/oder Knochenmarkblut in einem mit dem Patientennamen und dem Material (PB=peripheres Blut; KM= Knochenmarkblut) beschrifteten EDTA-Röhrchen
  • Körperflüssigkeiten wie Pleura, Aszites oder Liquor bitte nativ (unfixiert), wenn möglich mind. 2 ml. Bitte beachten Sie, dass Liquor möglichst schnell bearbeitet werden sollte. Um dieses gewährleisten zu können, ist eine rechtzeitige telefonische Ankündigung sinnvoll.
  • Für eine PNH-Diagnostik verschicken Sie bitte 5 ml EDTA-Blut innerhalb von max. 48 Stunden. Bitte vermerken Sie unbedingt die Fragestellung nach einer PNH-Analytik auf dem Untersuchungsauftrag.

Zytologische Untersuchungen

  • Für Blut- oder Knochenmarkausstriche benutzen Sie bitte Objektträger mit Mattrand, beschriftet mit dem Patientennamen und der Art des Materials (PB/KM). Bitte die Objektträger nicht mit Etiketten bekleben, da diese durch die Färbungen unleserlich werden. Bitte die OT trocknen lassen, bevor sie in die Plastikumhüllung gesteckt werden. Entsprechende Hüllen können gern bei uns angefordert werden.
  • Körperflüssigkeiten wie Pleura, Aszites oder Liquor bitte nativ (unfixiert), wenn möglich mind. 2 ml. Bitte beachten Sie, dass Liquor möglichst schnell bearbeitet werden sollte. Um dieses gewährleisten zu können, ist eine rechtzeitige telefonische Ankündigung sinnvoll.

Gewebeproben für histologische Untersuchungen

  • Gewebeproben für histologische Untersuchungen schicken sie uns bitte in einem mit dem Patientennamen beschrifteten und mit 4%igem gepufferten Formalin gefüllten Röhrchen (Formalinröhrchen können Sie gern bei uns anfordern) oder als Paraffinblock. Bitte verwenden Sie keine Alkoholfixierung und keine Schäfer’sche Lösung.
  • Bei frischen (=unfixierten) Gewebeproben in synthetischen Kulturmedien (z.B. RPMI) oder gepufferten Salzlösungen (z.B. PBS) auf Eis, bitten wir um eine rechtzeitige telefonische Ankündigung.

Molekularpathologische Untersuchungen

  • ca. 5 ml peripheres Blut und/oder Knochenmarkblut in einem mit dem Patientennamen und dem Material (PB=peripheres Blut; KM= Knochenmarkblut) beschrifteten EDTA-Röhrchen. Sollten Sie für eine Untersuchung zu wenig Knochenmarkblut gewonnen haben, schicken Sie uns gern auch noch peripheres Blut, da sich manche dieser Untersuchungen auch aus PB durchführen lassen.
    Für eine quantitative BCR-ABL Bestimmung senden sie uns bitte mindestens 10 ml EDTA-Blut, damit eine mögliche MR 4,5 (molecular response 4,5) sicher nachzuweisen ist.Bitte beachten Sie außerdem, dass das Blut für eine quantitative BCR-ABL Bestimmung maximal  48 Std. alt sein darf (für die Detektion einer MR 4,5 nur 24 Std.). Bitte schreiben Sie Datum und Uhrzeit der Blutabnahme auf den Einsendeschein. Greifen Sie gern auf unseren Fahrdienst zurück.
  • Gewebe für molekularpathologische Untersuchungen schicken sie uns bitte entweder in einem mit gepuffertem Formalin gefüllten Röhrchen (Formalinröhrchen können Sie gern bei uns anfordern) oder als Paraffinblock.
  • Sollte bei einem histologisch gesicherten Lungenkarzinom kein ausreichendes Material zur Durchführung einer molekularen Stratifizierung vorliegen, kann die Analyse an einer Liquid Biopsy erfolgen. Senden Sie dafür peripheres Venenblut in STRECK-Röhrchen. Diese stellen wir Ihnen auf Anfrage gern zur Verfügung.

Zytogenetische Untersuchungen

  • ca. 5 ml peripheres Blut und/oder Knochenmarkblut in einem mit dem Patientennamen und dem Material (PB=peripheres Blut; KM= Knochenmarkblut) beschrifteten Heparin-Röhrchen

 
Kontakt

Verpackung

Idealerweise senden Sie uns bitte Ihr Probenmaterial mit den von uns zur Verfügung gestellten Versandgefäßen. Sie können diese gerne telefonisch bei uns anfordern. Ansonsten schreibt der Gesetzgeber für die Versendung von Untersuchungsmaterial bruchsichere Kunststoffgefäße vor. Bei Versand von Punktionsspritzen bitte die Kanülen entfernen und die Spritzen gut verschließen. Das Primärgefäß muss in ein wasserdichtes Sekundärgefäß (Schutzgefäß) gegeben werden, welches Absorptionsmaterial enthält, um ein Auslaufen in jedem Fall zu verhindern.

Versand

Untersuchungsmaterial sollten Sie bitte unbedingt per Post Express versenden. Bitte kennzeichnen Sie Ihre Sendung mit dem Vermerk “wichtiges Untersuchungsmaterial”. Die Proben müssen laut gesetzlicher Vorschrift in einer stabilen Faltschachtel mit der Mindestgröße 100 x 100 mm verpackt werden. Die Verpackung muss mit dem Symbol UN 3373 (Biologische Stoffe Kategorie B) gekennzeichnet sein.

Abholung

Unsere Kurierfahrer holen Ihre Proben jederzeit gern auch direkt bei Ihnen ab. Ziele im gesamten Norden der Bundesrepublik (Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und nördliches Nordrhein-Westfalen) werden täglich angefahren. Schnelle und zuverlässige Zustellung der Proben kann so garantiert werden.

Bei Fragen zu Verpackung und Abolung, wenden Sie sich bitte an unseren Fahrdienst unter
Tel. +49 (0) 40 707085 – 202

Versandinfos kompakt

Informationen zu den neuen rechtlichen Bestimmungen für den Versand diagnostischer Proben zum Download

 
Kontakt

Voraussetzung für eine aussagekräftige Diagnostik ist die sachgerechte Entnahme von geeignetem Untersuchungsgut.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Zentrale unter
Tel. +49 (0) 40 707085 – 200

Details

Leukämie

5 ml peripheres Blut und/oder Kochenmarkblut in EDTA + 4 Ausstriche (siehe Probenmaterial)

Anämie/MDS/CMPE

Beckenkammtrepanat idealerweise mind. 1,5 cm Länge in 4 %igem gepufferten Formalin + 4 Knochenmarkblut-Ausstriche + ggf. 2 Ausstriche von peripherem Blut (siehe Probenmaterial)

Plasmazellmyelom

Beckenkammtrepanat idealerweise mind. 1,5 cm Länge in 4 %igem gepufferten Formalin + 4 Knochenmarkblut-Ausstriche + ggf. 2 Ausstriche von peripherem Blut (siehe Probenmaterial)

Leukämisches Lymphom

5 ml peripheres Blut und/oder Knochenmarkblut in EDTA + 4 Ausstriche (siehe Probenmaterial)

Vergrösserter Lymphknoten

Lymphknotenstanzbiopsat oder Exzisat in 4%igem gepufferten Formalin (siehe Probenmaterial)

Gastrointestinales Lymphom

Magen- oder Darmbiopsat in 4%igem gepufferten Formalin (siehe Probenmaterial)

Blutausstrich

Für den Blutausstrich wird EDTA-Blut verwendet. Es ist wesentlich, dass der Ausstrich zeitnah nach Abnahme des Blutes hergestellt wird (innerhalb von 3 Stunden), da die Alterung des Blutes zu einer wesentlich schlechteren Beurteilbarkeit der Zellen führt. Daher sollten Ausstriche bereits in der klinischen Praxis hergestellt werden.

Zum Ausstreichen bringt man einen stecknadelkopfgroßen Tropfen Blut (ca. 10 µl) auf den oberen Rand eines Objektträgers auf. Ein zweiter, geschliffener Objektträger wird in einem Winkel von ca. 30° auf den Objektträger aufgesetzt und an den Bluttropfen herangeführt, bis sich dieser durch die Kapillarkräfte als dünner Streifen über die Breite des Objektträgers verteilt. Nun fährt man mit dem angewinkelten Objektträger zügig und ohne Druckausübung über den liegenden Objektträger. Rasches Ziehen und ein flacher Winkel ergibt einen dünneren Ausstrich, als langsames Ziehen bei einem steilen Winkel. Ein gut ausgestrichenes Präparat zeigt am Ende des Ausstrichs ein bartförmiges Ausfransen des Materials.
Anschließend muss der Ausstrich sorgfältig an der Luft getrocknet werden (mindestens 2 Stunden).

(Adaptiert nach: Harald Theml, Horst Diem, Torsten Haferlach: Taschenatlas der Hämatologie: morphologische und klinische Diagnostik für die Praxis. 5. Auflage, 2002)

 
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