Einfach und schnell

Probe senden oder abholen lassen

Je nach Untersuchung wird unterschiedliches Probenmaterial benötigt. Hier finden Sie eine Übersicht unserer Untersuchungsaufträge mit Informationen zum jeweils erforderlichen Probenmaterial, zum optimalen Untersuchungsmaterial sowie zu Verpackung und Versand.

Untersuchungsaufträge / Einsendeinformationen

Übersicht

  • PCR, NGS: ≥ 5ml EDTA-Blut; peripheres Blut (PB) oder Knochenmarkblut (KMB)*
  • BCR-ABL quantitativ: ≥ 10ml EDTA-Blut; PB; max. Transportzeit von 48h
  • FACS: ≥ 5ml EDTA-Blut; PB oder KMB*; für PNH-Analytik max. Transportzeit von 48h
  • Pleura, Aszites, Liquor: ≥ 2ml nativ (unfixiert); bitte telefonische Ankündigung von Liquor
  • Zytogenetik: ≥ 5ml Heparin-Blut; PB oder KMB*
  • Beckenkamm: Material in gepuffertem Formalin oder als Paraffinblock (FFPE)
  • Lymphknoten: Material in gepuffertem Formalin oder als Paraffinblock (FFPE)

* in Abhängigkeit von diagnostischer Fragestellung

Information zum Probenmaterial

Optimales Untersuchungsgut

  • Leukämie: 5 ml peripheres Blut und/oder Knochenmarkblut in EDTA + 4 Ausstriche
  • Amämie/MDS/CMPE: Beckenkammtrepanat idealerweise mind. 1,5 cm Länge in 4 %igem gepufferten Formalin + 4 Knochenmarkblut-Ausstriche + ggf. 2 Ausstriche von peripherem Blut (siehe Probenmaterial)
  • Plasmazellmyelom: Beckenkammtrepanat idealerweise mind. 1,5 cm Länge in 4 %igem gepufferten Formalin + 4 Knochenmarkblut-Ausstriche + ggf. 2 Ausstriche von peripherem Blut (siehe Probenmaterial)
  • Leukämisches Lymphom: 5 ml peripheres Blut und/oder Knochenmarkblut in EDTA + 4 Ausstriche
  • Vergrößerter Lymphknoten: Lymphknotenstanzbiopsat oder Exzisat in 4%igem gepufferten Formalin
  • Gastrointestinales Lymphom: Magen- oder Darmbiopsat in 4%igem gepufferten Formalin
  • Blutausstrich: Für den Blutausstrich wird EDTA-Blut verwendet. Es ist wesentlich, dass der Ausstrich zeitnah nach Abnahme des Blutes hergestellt wird (innerhalb von 3 Stunden), da die Alterung des Blutes zu einer wesentlich schlechteren Beurteilbarkeit der Zellen führt. Daher sollten Ausstriche bereits in der klinischen Praxis hergestellt werden.

    Zum Ausstreichen bringt man einen stecknadelkopfgroßen Tropfen Blut (ca. 10 µl) auf den oberen Rand eines Objektträgers auf. Ein zweiter, geschliffener Objektträger wird in einem Winkel von ca. 30° auf den Objektträger aufgesetzt und an den Bluttropfen herangeführt, bis sich dieser durch die Kapillarkräfte als dünner Streifen über die Breite des Objektträgers verteilt. Nun fährt man mit dem angewinkelten Objektträger zügig und ohne Druckausübung über den liegenden Objektträger. Rasches Ziehen und ein flacher Winkel ergibt einen dünneren Ausstrich, als langsames Ziehen bei einem steilen Winkel. Ein gut ausgestrichenes Präparat zeigt am Ende des Ausstrichs ein bartförmiges Ausfransen des Materials.
    Anschließend muss der Ausstrich sorgfältig an der Luft getrocknet werden (mindestens 2 Stunden).

    (Adaptiert nach: Harald Theml, Horst Diem, Torsten Haferlach: Taschenatlas der Hämatologie: morphologische und klinische Diagnostik für die Praxis. 5. Auflage, 2002)

Information zum Probenmaterial

Molekularpathologische Untersuchungen

  • ca. 5 ml peripheres Blut und/oder Knochenmarkblut in einem mit dem Patientennamen und dem Material (PB=peripheres Blut; KM= Knochenmarkblut) beschrifteten EDTA-Röhrchen. Sollten Sie für eine Untersuchung zu wenig Knochenmarkblut gewonnen haben, schicken Sie uns gern auch noch peripheres Blut, da sich manche dieser Untersuchungen auch aus PB durchführen lassen.
  • Für eine quantitative BCR-ABL Bestimmung senden sie uns bitte mindestens 10 ml EDTA-Blut, damit eine mögliche MR 4,5 (molecular response 4,5) sicher nachzuweisen ist. Bitte beachten Sie außerdem, dass das Blut für eine quantitative BCR-ABL Bestimmung maximal  48 Std. alt sein darf (für die Detektion einer MR 4,5 nur 24 Std.). Bitte schreiben Sie Datum und Uhrzeit der Blutabnahme auf den Einsendeschein. Greifen Sie gern auf unseren Fahrdienst zurück.
  • Gewebe für molekularpathologische Untersuchungen schicken sie uns bitte entweder in einem mit gepuffertem Formalin gefüllten Röhrchen (Formalinröhrchen können Sie gern bei uns anfordern) oder als Paraffinblock.
  • Sollte bei einem histologisch gesicherten Lungenkarzinom kein ausreichendes Material zur Durchführung einer molekularen Stratifizierung vorliegen, kann die Analyse an einer Liquid Biopsy erfolgen. Senden Sie dafür peripheres Venenblut in STRECK-Röhrchen. Diese stellen wir Ihnen auf Anfrage gern zur Verfügung.

Durchflusszytometrie (FACS)-Untersuchungen

  • ca. 5 ml peripheres Blut und/oder Knochenmarkblut in einem mit dem Patientennamen und dem Material (PB=peripheres Blut; KM= Knochenmarkblut) beschrifteten EDTA-Röhrchen
  • Körperflüssigkeiten wie Pleura, Aszites oder Liquor bitte nativ (unfixiert), wenn möglich mind. 2 ml. Bitte beachten Sie, dass Liquor möglichst schnell bearbeitet werden sollte. Um dieses gewährleisten zu können, ist eine rechtzeitige telefonische Ankündigung sinnvoll.
  • Für eine PNH-Diagnostik verschicken Sie bitte 5 ml EDTA-Blut innerhalb von max. 48 Stunden. Bitte vermerken Sie unbedingt die Fragestellung nach einer PNH-Analytik auf dem Untersuchungsauftrag.

Zytogenetische Untersuchungen

  • ca. 5 ml peripheres Blut und/oder Knochenmarkblut in einem mit dem Patientennamen und dem Material (PB=peripheres Blut; KM= Knochenmarkblut) beschrifteten Heparin-Röhrchen

Übersicht

  • ​Gewebeproben: Material in gepuffertem Formalin oder als Paraffinblock (FFPE)
  • NSCLC: Sollte bei einem histologisch gesicherten Lungenkarzinom (NSCLC) kein ausreichendes Material zur Durchführung einer molekularen Stratifizierung vorliegen, kann die Analyse an einer Liquid Biopsy erfolgen. Bitte kontaktieren Sie uns hierfür unter: liquidbiopsy@hp-hamburg.de

Information zum Probenmaterial

  • ​Gewebeproben für histologische Untersuchungen schicken Sie uns bitte in einem mit dem Patientennamen beschrifteten und mit 4%igem gepufferten Formalin gefüllten Röhrchen oder als Paraffinblock. Formalinröhrchen können Sie gerne bei uns anfordern. Bitte verwenden Sie keine Alkoholfixierung und keine Schäfer'sche Lösung.
  • Bei frischen (=unfixierten) Gewebeproben in synthetischen Kulturmedien (z.B. RPMI) oder gepufferten Salzlösungen (z.B. PBS) auf Eis, bitten wir um eine rechtzeitige telefonische Ankündigung.

Übersicht

  • Liquid Biopsy Mamma-Ca. und Lungen-Ca.: 2x 9ml Blut in Streck-Röhrchen, PB*
  • Liquid Biopsy für MRD bei soliden Tumoren: 3x 9ml Blut in Streck-Röhrchen, PB*

* Für die Anforderung von Streck-Röhrchen kontaktieren Sie uns bitte unter: 040 707085-200

Information zum Probenmaterial

  • Direkt nach der Blutabnahme in die Streck-Röhrchen diese bitte 10x invertieren.

 

Information zur EGFR-Analytik beim NSCLC

Die Kostenübernahme einer umfassenden NGS-Panelanalytik beim NSCLC inklusive des EGFR-Gens ist im ambulanten und stationären Bereich im Rahmen von Verträgen zur besonderen Versorgung in den folgenden Netzwerken möglich:

  • Lungennetzwerk NOWEL (nowel.org)
  • nationales Netzwerk Genomische Medizin (nNGM)

Bitte kontaktieren Sie uns bei Interesse an einer Netzwerkteilnahme unter liquidbiopsy@hp-hamburg.de oder rufen Sie uns an: 040 707085-200

 

Präanalytische Voraussetzungen

In der Liquid-Biopsy-Analytik, bei der die vom Tumor abgesonderte DNA sequenziert werden soll, ist es wichtig, dass die Blutproben nicht durch DNA von in der Probe enthaltenen Lymphozyten verfälscht werden. Daher ist es nicht möglich, die Analytik an regulären EDTA-Blutröhrchen durchzuführen. Die Blutproben müssen in speziell für die Liquid Biopsy vorgesehenen Blutentnahmeröhrchen versandt werden.

Wir verwenden hierfür ausschließlich ctDNA-Röhrchen von der Firma Streck, die leider nur sechs Monate haltbar sind. Gerne schicken wir Ihnen auf Anfrage die entsprechenden Blutröhrchen zu info@hp-hamburg.de oder telefonisch 040 707085-200.

Übersicht

  • Gewebeproben: Material in gepuffertem Formalin oder als Paraffinblock (FFPE)
  • Punktate, Aspirate: Ausstriche auf Objektträger oder flüssiges Punktat
  • Pleura, Aszites, Liquor: ≥ 2ml nativ (unfixiert); bitte telefonische Ankündigung von Liquor

Information zum Probenmaterial

Zytologische Untersuchungen

  • Für Blut- oder Knochenmarkausstriche benutzen Sie bitte Objektträger mit Mattrand, beschriftet mit dem Patientennamen und der Art des Materials (PB/KM). Bitte die Objektträger nicht mit Etiketten bekleben, da diese durch die Färbungen unleserlich werden. Bitte die OT trocknen lassen, bevor sie in die Plastikumhüllung gesteckt werden. Entsprechende Hüllen können Sie gerne bei uns angefordern.
  • Körperflüssigkeiten wie Pleura, Aszites oder Liquor bitte nativ (unfixiert), wenn möglich mind. 2 ml. Bitte beachten Sie, dass Liquor möglichst schnell bearbeitet werden sollte. Um dieses gewährleisten zu können, ist eine rechtzeitige telefonische Ankündigung sinnvoll.

Gewebeproben für histologische Untersuchungen

  • Gewebeproben für histologische Untersuchungen schicken Sie uns bitte in einem mit dem Patientennamen beschrifteten und mit 4%igem gepufferten Formalin gefüllten Röhrchen (Formalinröhrchen können Sie gerne bei uns anfordern) oder als Paraffinblock. Bitte verwenden Sie keine Alkoholfixierung und keine Schäfer’sche Lösung.
  • Bei frischen (=unfixierten) Gewebeproben in synthetischen Kulturmedien (z.B. RPMI) oder gepufferten Salzlösungen (z.B. PBS) auf Eis, bitten wir um eine rechtzeitige telefonische Ankündigung.

Übersicht

  • Zervix-, Portioabstrich (PAP-Abstrich): 1x Objektträger rosa als Direktausstrich
  • Vaginal-, Vulvaabstrich: 1x Objektträger rosa als Direktausstrich
  • Dünnschichtzytologie: 1x Probengefäß ThinPrep® Pap-Test
  • HPV-Test: 1x Probengefäß GynoPrep®
  • Immunzytologie (p16/Ki67): 1x Objektträger rosa (adhäsiv) als Direktausstrich, alternativ aus Dünnschichtmaterial
  • Mamillensektret: 1x Objektträger rosa als Direktausstrich

Information zum Probenmaterial

  • Direktausstrichpräparate für zytologische Untersuchungen fixieren Sie bitte unmittelbar für mind. 20 min. in 96%igem Alkohol und beschriften diese mit dem Namen der Patientin. Die Lagerung erfolgt bei Raumtemperatur.
  • Portio-, Vaginal- und Vulvaabstriche können gerne mittels einem Cervix-Bürstchen Celettabrush erfolgen.
  • Für die Dünnschichtzytologie verwenden Sie bitte das Probengefäß ThinPrep® Pap-Test inkl. der Abnahmebürste Rovers Cervex-Brush®. Die Bürste bitte nicht im Gefäß belassen. Die Lagerung erfolgt bei Raumtemperatur.
  • Für den HPV-Test verwenden Sie bitte ein Cervix-Bürstchen Celettabrush und ausschließlich das Probengefäß GynoPrep®. Abstrich sofort in das Gefäß geben und fest verschließen. Bitte anschließend kräftig schütteln. Die Lagerung erfolgt bei Raumtemperatur.
  • Für die Immunzytologie (p16/Ki67) verwenden Sie bitte ausschließlich adhäsive Objektträger. Geeignete Objektträger können Sie gerne bei uns anfordern.

Downloads

Hier finden Sie eine Einverständniserklärung für die Untersuchung auf heriditäre Erkrankungen.

Herunterladen

Hier finden Sie eine Anleitung für die Herstellung von Knochenmarkausstrichen.

Herunterladen

Verpackung

Ihr Probenmaterial versenden Sie bitte idealerweise mit den von uns zur Verfügung gestellten Probengefäßen. Diese können Sie gerne über unser Formular Materialanforderung online oder per Fax bei uns anfordern.

Die Verpackung des Probenmaterials muss bruchsicher und flüssigkeitsdicht sein. Sie besteht aus einem Primärgefäß und einer Sekundärverpackung. Die Sekundärverpackung enthält ein absorbierendes Material, um eventuell austretende Flüssigkeit aufzunehmen. Bei Versand von Punktionsspritzen bitte die Kanülen entfernen und die Spritzen gut verschließen.

Versand

Die fertig verpackten Proben senden Sie bitte inklusive des ausgefüllten und mit einem Stempel versehenden Untersuchungsauftrages per Post an unser Institut.

Der Versand muss laut gesetzlicher Vorgaben in einer starren und stoßfesten Verpackung mit einer Mindestabmessung von 100 x 100 mm erfolgen. Die Verpackung muss mit dem Symbol UN 3373 (Biologische Stoffe Kategorie B) gekennzeichnet sein.

 

Abholung

Eine Abholung Ihrer Proben ist ggf. auch über unseren Fahr- und Kurierdienst möglich.

Um für Sie eine passende Abwicklung der Probenabholung zu finden, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Restrisiko

Im Rahmen der Akkreditierungsvorgaben der Norm DIN EN ISO/IEC 17020 bzw. DIN EN ISO 15189 sind wir verpflichtet Sie darüber in Kenntnis zu setzen, dass ein fehlerhaftes Versandprocedere (z. B. durch mangelhafte Fixation, generell fehlerhafte Präanalytik oder eine zu geringe Menge) zu einem immer bestehenden Restrisiko in der Untersuchung führt, welches zu einer Einschränkung der diagnostischen Beurteilbarkeit oder zu einem falsch-negativen Ergebnis führen kann oder die diagnostische Beurteilbarkeit gelegentlich unmöglich macht.