Methoden

Zytologie / Gyn. Zytologie

Probenmaterial: verschiedene – siehe unten

Zellanalysen zur Krebsfrüherkennung und Diagnostik

Als Zytologie bezeichnet man die Untersuchung von einzelnen Zellen oder kleinen Zellverbänden. Es wird mikroskopisch beurteilt, ob eine Zelle unauffällig oder auffällig ist, insbesondere ob eine bösartige Veränderung vorliegt.

Die Zellen stammen aus unterschiedlichen Körperregionen oder Organen und werden mittels unterschiedlicher Methoden entnommen.

Anhand des Untersuchungsguts findet eine Unterteilung der Zytologie in

  • extra-gynäkologische Zytologie (z. B. Blut, Knochenmark, Liquor, Körperergüsse und Punktate aus Organen) und
  • gynäkologische Zytologie (Zervix-, Portio-, Vaginal- oder Vulvaabstrich) statt.

Bei der gynäkologischen Zytologie steht das Screening im Rahmen der Früherkennung des Zervixkarzinoms im Vordergrund.

Aus Blut oder Knochenmark werden Ausstrichpräparate angefertigt, während die Zellen aus dem Liquor, den Körperergüssen und den Punktaten durch Zentrifugation angereichert und auf Objektträger aufgebracht werden (Zytospins). Bei der gynäkologischen Zytologie handelt es sich um Abstriche (sog. Exfoliativzytologie), die unter dem Mikroskop auf entzündliche und insbesondere dysplastische oder neoplastische Veränderungen sowie mit modernsten Geräten auf das humane Papillomvirus (HPV) untersucht werden.

Vorteile der Zytologie

  • Die Probengewinnung erfolgt meistens minimal invasiv und ist wenig beeinträchtigend für die Patient:innen
  • Die Ergebnisse stehen nach kurzer Zeit zur Verfügung

Untersuchungen

Zytologie

  • Pappenheim (May-Grünwald-Giemsa)
  • HE (Hämatoxylin-Eosin)
  • Eisennachweis (Berliner Blau)
  • PAS (Perjodsäure-Schiff)
  • ASDCL (AS-D-Cloracetat-Esterase)
  • POX (Peroxidase)
  • SE (saure Esterase)

Gynäkologische Exfoliativzytologie

  • konventionelle Zytologie (Pappenheim)
  • ThinPrep Dünnschichtzytologie
  • HPV-Typisierung
  • P16/ki-67-Immunzytologie

Gynäkologische Zytologie – bewährter Baustein in der Frauengesundheit

Was ist gynäkologische Zytologie?

Die gynäkologische Zytologie dient der mikroskopischen Beurteilung exfoliativer (abgestrichener) Zellen aus dem weiblichen Genitaltrakt – insbesondere der Ekto- und Endzervix und Vagina. Sie spielt eine zentrale Rolle in der Prävention, Früherkennung und Verlaufskontrolle von zervikalen intraepithelialen Neoplasien (CIN/LSIL und HSIL) sowie Karzinomen.

Indikationen und Einsatzbereiche

  • Primärprävention: Regelmäßige Zytologie im Rahmen der organisierten Krebsfrüherkennung (Pap-Abstrich, HPV-Ko-Test)
  • Sekundärdiagnostik: Abklärung auffälliger Befunde, z.B. bei ASC-US, LSIL, HSIL
  • Verlaufskontrollen: Nach Probeentnahmen, Konisation oder bei persistierenden HPV-Infektionen
  • Hormonstatus Bestimmung: Zytologische Differenzierung bei endokrinologischen Fragestellungen (z.B. in der Menopause)

Methode – klassisch & modern

  • Konventionelle Zytologie (Pap-Test): Direkter Abstrich auf Objektträger, nach Papanicolaou gefärbt
  • Dünnschichtzytologie (Liquid-based Cytology): Höhere Reproduzierbarkeit und Automatisierung möglich
  • HPV-Diagnostik: Kombination aus Pap-Zytologie und Hochrisiko-HPV-Test als Goldstandard ab 35 Jahren
  • Immunzytologie (p16/Ki67): Ergänzende Beurteilung hinsichtlich HPV-assoziierter Läsionen

Qualität & Interpretation

  • Standardisierte Befundung nach München III-Nomenklatur und /oder Bethesda-System
  • Wir bieten eine enge und vertrauensvolle Kooperation zwischen Gynäkologie, Zytologie und Pathologie

Sie möchten mehr wissen?

Unser erfahrenes Team aus zertifizierten Fachärztinnen und zytologisch technischen Assistentinnen steht Ihnen für Fragen gerne zur Seite, z.B. zu

  • Qualitätsgesicherter Probenentnahme
  • Schulungen für medizinisches Personal
  • Fallbesprechungen bei unklaren oder grenzwertigen Befunden
  • Weiterführender Diagnostik